Wallarmbrust

Ursprünglich wollte ich für die Wallarmbrust einen Hornbogen, wie er in dem Buch "Soeldnerleben im Mittelalter" zu sehen ist, bauen. Allerdings wusste niemand von der Companie of Sainte George, wem diese Armbrust gehörte. Daraufhin entschied ich mich für einen Holzbogen. Nachdem ich aber einige Bögen ruiniert habe, da sie nicht stark genug waren, schmiedete ich mir letztendlich doch einen Stahlbogen.
Bei einigen technischen Detailfragen der Armbrust half mir Jens Sensfelder freundlicherweise weiter.
Die original Armbrust, die meiner als Vorbild diente, war blau gestrichen. Ich entschied mich dagegen für einen roten Anstrich, da mir das besser gefiel.

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Armbrustwinde

Mit freundlicher Genehmigung von Herr Knobloch (Landesmuseum Karlsruhe) konnte ich diese Armbrustwinde aus der Asservatenkammer vermessen und abzeichnen. Das Original dieser Winde wurde um 1500 hergestellt.

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Bolzenköcher

Zu einer Armbrustwinde gehört auch ein Behälter für die Bolzen. Dieser Rauchköcher ist aus einer Dachsdecke und sämisch gegerbtem Leder genäht. Die Bolzen sind aus Eiche, die aus einem alten Kirchturmdachgebälk stammt. Wie alt diese Balken waren weiss ich nicht genau.

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Luntenschloss

Im Jahre 1990 nach Peter und Paul bekamen mein Freund Dieter und ich ettliche Nachfragen "Könnt ihr auch Luntenschlossgewehre machen"?. Ja, wir konnten. Nach langem Suchen nach Vorderladerläufen habe ich die Läufe aus nahtlos gezogenen Rohren gedreht. In Ulm wurden sie dann im Januar 1991 beschossen. Das Knopfschloss beruht auf einer Zeichnung aus dem frühen 15. Jahrhundert, aus den Burgunderkriegen. Der Schaft ist aus Esche, jedes Gewehr hat eine andere Schaftform. Die Läufe und Schlosse wurden von Werner Biederstedt eingeschaftet.

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Zylpüxen

Diese zwei Luntenschlosshandbüchsen wurden von Christoph Löffelholz als Zylpüxen bezeichnet. In der Löffelholzhandschrift sind diese beiden Zielbüchsen im ersten Drittel abgebildet und um 1475 hat der Autor diese Handschrift begonnen. Ich habe diese beiden Zielbüchsen ihrer Schönheit halber nachgebaut und weil sie warscheinlich schon zu Lebzeiten des Herrn Löffelholz den Büchsenschützen gefallen haben. Zielbüchsen waren zur damaligen Zeit Scheibenwaffen, also Sportgeräte. Im Gegensatz zu Turnvereinen (die ersten wurden im 19. Jhdt. gegründet) gab es damals schon recht viele Schützenfeste. Bei meinen Recherchen habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden, ob es damals schon Züge und Felder im Lauf gab, aber bis Mitte des 16. Jhdts. waren gezogene Läufe bei Scheibenbüchsen verboten. Die Bilder sind nicht spiegelverkehrt, sondern da ich Linkshänder bin und meine Frau links schiesst, habe ich die Büchsen als "Linke" gebaut. Ob damals Linkshänder zugelassen waren, oder ob diese als Hexen oder Wasweissich verfolgt wurden, weiss ich nicht.

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